Werner Faymann ist ein leiser Mann. Mit einem leisen Lächeln und einem leisen Tritt – sonst wissen wir nach 18 Jahren W.F. in der Politik wenig über ihn. Erstaunlich!

Vielleicht weiß der eine oder andere, dass der leise Mann Stadtrat für Bauten in Wien war und jetzt ein leiser Minister für Verkehr und Telekom, von dem aber keiner so recht weiß, was er die letzten 1,5 Jahre getan hat. Beiden Ämtern aber, die er bekleidet hat, ist gemein, dass sie über stattliche Budgets verfügen und selbstverständliche auch stattliche Budgets für Werbung.

Werbung für die Sache, versteht sich.

Nur was ist die Sache? Ist die Sache Wiener Wohnbau, ASFINAG, Telekom, ÖBB überhaupt eine Sache an sich? Ist sie nicht eigentlich nur eine Sache, wenn sie durch den Stadtrat oder Minister zu einer – seiner – Sache gemacht wird und erst dadurch lebensfähig am Meinungsmarkt wird, der dann sagt, was Sache ist? Ja und für diese Sache ist dem Stadtrat als Minister ums Geld der anderen noch nie etwas zu teuer gewesen.

Selbst Wiener SP-Kreise, zugegeben europafreundliche, meinen, wenn all das Geld, das Werner Faymann bisher an Eigenwerbung in Fellner-Medien und KRONE investiert hat - seien wir ausnahmsweise kühn - zum Beispiel für ein positives Bild von Europa hergenommen hätte, wäre aus Hans Dichand nicht ein Leider-Nein-Vater des Werner Faymann geworden, sondern mediale Speerspitze der Brüssel-Euphorie in Österreich.

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