Sie gehen an ihr Werk wie Tischler an´s Holz oder Bäcker an die Rührmaschinen. Zielgerichtet und unaufgeregt.  Eilig der eine,  gelassener der andere. Kein eitler Gestus, nichts für die Galerie. Selten fällt einem das in dem oft so lärmigen Konzertbetrieb so in´s Auge  wie bei den beiden Großen des Musikgeschäfts. Barenboim und Boulez. 

Und es bedarf schon zweier solcher um Bela Bartoks Konzert für Klavier und Orchester Nr. 1 in dieser beglückenden Qualität zu meistern.
Musikalisch schwierigst.  Rythmisch gibt es kaum ein Werk in der Literatur, das solche Anforderungen an ein großes Orchester stellt. Kaum ein Stück fordert den Interpreten am Klavier so radikal. Der Sonntag Vormittag hatte nur eine Bestimmung: das Werk ins Zentrum jedweder Aufmerksamkeit zu stellen. Ohne Schnörksel, ohne  Eitelkeiten. Keine Bewegung, kein Blick zuviel. Und bei all dem hatte man das Gefühl, es sei ganz einfach und selbstverständlich

Bei der Eröffnung der diesjährigen Spiele sagte Elke Heidenreich:” Verwechseln wir nicht die Kunst mit dem Kunstbetrieb!” Selten hat ein Satz so einen überzeugenden Nachweis erfahren wie an diesem Sonntag.

2 Kommentare to “Die drei B – Bartok, Boulez, Barenboim”

  1. Gravatar Kelly Brown hat kommentiert:

    Original post by Dmitri Gromov

  2. Gravatar CrisBetewsky hat kommentiert:

    It’s a masterpiece. I have never thought people can have such ideas and thoughts. You are great.

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