Europäische Normalität
1. August 2008
Mit Privatradio und PrivatTV wurde die duale Medienlandschaft in Österreich spät aber doch verwirklicht und damit ein wesentlicher Schritt zur Weiterentwicklung von Meinungsfreiheit und Pluralismus geschaffen. Es war unter der schwarz-blauen Koalition nicht mehr und nicht weniger als die Herstellung der europäischen Normalität am Mediensektor.
Um eine positive Entwicklung auch in Zukunft weiterzuführen, ist eine unabhängige Instanz notwendig, die sowohl den öffentlich-rechtlichen Rundfunk sichert, aber gleichzeitig Platz für private elektronische Medienanbieter schafft. Das zentrale medienpolitische Ziel der großen Koalition kann daher nur eine unabhängige Medienbehörde sein. Für den öffentlich-rechtlichen Rundfunk bedeutet das Sicherung seines Bestandes und für die Privaten bedeutet das genügend Luft zum Atmen.
Natürlich verlangt das auch ein verstärktes Bekenntnis des ORF zu seinen öffentlich-rechtlichen Inhalten und zu einer verstärkten medialen Identitätsstiftung. Für die Privaten liegt die Zukunft in der Unverwechselbarkeit im Vergleich zu deutschen Werbefenstern und hin zu einem originär österreichischen Privatfernsehen.
Mehr dazu im Beitrag von Franz Morak „Wozu eine ORF Reform“ in: Österreichisches Jahrbuch für Politik 2007, Hg. von Andreas Khol, Günther Ofner, Stefan Karner, Dietmar Halper (Böhlau Wien, 2008), S 535 ff.













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