Arten ohne Schutz
13. August 2008
In der kritischen Wochenzeitschrift Profil (Ausgabe 32/08) versucht sich ein Redakteur am Artenschutz und schreibt auf Seite 97 einige Zeilen, die durchaus den Verdacht nähren, Pius Strobl, der Kommunikationschef des ORF, hätte eine Anzeige geschaltet.
Zu dieser Anzeige in Gestalt einer redaktionellen Meinungsäußerung, die vor allem vor Unkenntnis des ORF Gesetzes strotzt, möchte ich doch einer Behauptung widersprechen, weil sie so gar keinen Wahrheitsgehalt atmet, nämlich: Quotenlobbyisten halten Ö3 traditionell für den Gottseibeiuns. Soweit so sinngemäß.
Das ist erwiesenermaßen eine Unwahrheit!
Die Künstler fürchten mitnichten Ö3, sie möchten nur darauf vorkommen. So wie das in vielen anderen Ländern, ganz ohne Quote, eine Selbstverständlichkeit ist. Sie möchten vorkommen und zwar in allen Programmen des ORF. Fernsehen wie Radio.
Das beginnt bei der sog. klassischen Musik, bei der volkstümlichen, der Volksmusik, der Popmusik und setzt sich natürlich auch bei Autoren und Schauspielern, Kameraleuten, Redakteuren….etc. im Fernsehen fort. Denn der ORF ist per definitionem die Plattform des geistigen, kreativen und künstlerischen Schaffens dieses Landes. Das ist seine hauptsächliche Existenzberechtigung und solange Gebühren gezahlt werden wird das so bleiben. Höchstens man ändert das ORF Gesetz und macht aus dem Sender eine Abspielanstalt eingekaufter Programme mit 4600 Angestellten. Wohl bekomms!
P.S.: Ich halte mich bewusst nicht damit auf, dass Der Artikel nur so von Denunziationen wie “…künstlerische Magersucht”, “Möchtegern-Mainstreamkünstler”, “St. Pöltener Probenkeller”…usw. wimmelt, und dass die Heiligenkreuzer Mönche, mit denen im Artikel geprahlt wird, dass sie soundso in der Hitparade vertreten sind, in England entdeckt wurden, weil die Entfernung nach London offenbar auch für Mönche kürzer ist als zum ORF!













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