Morak: Zensur am Ballhausplatz?
4. Juli 2007
Utl.: ÖVP-Mediensprecher zum Interview mit Samo Kobenter:
Weisungsgebunden und pressefrei? Die neue Linie der Wiener
Zeitung?
Wien (ÖVP-PK) - “Wenn ein Beamter des Bundeskanzleramtes die
geistige Linie der Wiener Zeitung vorgibt, so ist das ein Rückfall in
Zeiten der Zensur und in ein System à la Metternich. Offenbar wird
die Metternichbehörde, von der Josef Cap so leidenschaftlich im
Zusammenhang mit der Schaffung der KommAustria gesprochen hat, nun
von Bundeskanzler Gusenbauer realisiert. Ein trauriges Zeichen für
eine Partei, die immer vorgegeben hat, für Meinungs- und
Medienfreiheit einzutreten.” Das erklärte ÖVP-Mediensprecher Abg.
Franz Morak in Reaktion auf das heute, Mittwoch, in der Zeitung
“Falter” erschienene Interview mit Dr. Samo Kobenter, der seit 1.
Juli die Funktion des Herausgebers der Wiener Zeitung inne hat.
Dem Interview ist auch zu entnehmen, dass Samo Kobenter Kommentare
veröffentlichen möchte. “In welcher Funktion? Als weisungsgebundener
Sektionsleiter? Als weisungsgebundener Herausgeber? Als
weisungsgebundener Journalist?”, fragt Morak. “Das ist nicht nur das
Tüpfelchen am “i” dieser “neuen” geistigen Line. Das ist mehr als die
Quadratur des Kreises. Das ist ein grober Verstoß gegen die
Prinzipien der Pressefreiheit. Ein Beamter, der die “neue” Blattlinie
der Wiener Zeitung vorgibt. Metternich schau oba”, so Morak
abschließend.













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