Utl.: Gusenbauer und Wrabetz haben Erklärungsbedarf

    Wien, 16. März (ÖVP-PK) „Spielt der ORF wieder ein Wunschkonzert für die SPÖ?“, fragt ÖVP-Mediensprecher Franz Morak anlässlich der Affäre rund um eine mutmaßliche Intervention aus dem Bundeskanzleramt beim ORF-Niederösterreich. Über Nacht wurde ein Artikel auf ORF-Online anlässlich eines Arbeitstreffens von LH Erwin Pröll und Bundeskanzler Gusenbauer zum Thema Schengenöffnung ohne Einverständnis der Redakteure komplett umgearbeitet, sodass plötzlich die niederösterreichische SPÖ-Chefin Onodi gemeinsam mit Gusenbauer im Vordergrund der Geschichte stand. Onodi hatte am besagten Treffen gar nicht teilgenommen. „Bundeskanzler Gusenbauer und ORF-Generaldirektor Wrabetz haben jetzt massiven Erklärungsbedarf“, stellt Morak fest.

    Dass diese Umarbeitung aufgrund einer Intervention aus dem Büro des Bundeskanzlers erfolgt ist, bestätigt auch der Redakteurssprecher des ORF Niederösterreich, Robert Friess, der darin einen „klaren Verstoß gegen das Redakteursstatut“ ortet. „Jetzt ist der Stiftungsrat gefordert, hier entsprechende Maßnahmen zu setzen. Das ist jedenfalls eine Verletzung des Objektivitätsgebots des ORF – offenbar darf sich Rot wieder was wünschen“, ortet Morak einen „Klima-Wandel“ im Rundfunk.

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