Morak: Musik ist Lebensbegleitung und allgegenwärtig
3. Juni 2008
Utl.: ÖVP-Kultursprecher: Im ORF hat österreichische Musik
Heimnachteil
Wien (ÖVP-PK) - Mit dieser Enquete zollt das Parlament dem
Phänomen Musik, die wir in jeder Form - ob im Auto, im Film oder auf
MP3 - ubiquitär konsumieren, seine Wertschätzung. Musik ist
Lebensbegleitung. Das Parlament berät mit Expertinnen und Experten
aus dem Schul- und Musikschulbereich sowie dem Urheberrechts- und
Musikwirtschaftsbereich, mit ausübenden Musikern und Komponisten
notwendige Schritte, um den zentralen Ansatz der Enquete auf
Gemeinde-, Länder- und Bundesebene umzusetzen: die musikalischen
Entwicklungsperspektiven in Österreich. Das sagte Kultur- und
Mediensprecher Abg. Franz Morak heute, Dienstag, anlässlich der
parlamentarischen Enquete “ZukunftsMusik. Aktuelle Herausforderungen
und musikalische Entwicklungsperspektiven in Österreich”.
Auch im zweiten Themenfeld der Enquete, das dem Thema Musik und
Wirtschaft gewidmet ist, sind trotz der Kritik an der Ausbildung
große Defizite zu beklagen: Wofür - abgesehen von der persönlichen
Bereicherung des Charakters und der Förderung des vernetzten Denkens
- bilden wir unsere Kinder aus? Für welche Plattformen und für welche
Lebensgrundlagen findet Musikausbildung statt? Morak sieht daher
Handlungsbedarf nicht nur im Schul- und Musikschulbereich, sondern
auch in der Positionierung Österreichs als Musikland.
Als ersten wichtigen Schritt in die richtige Richtung sieht Morak in
diesem Zusammenhang den Musikfonds. “Diesem ersten Schritt müssen
aber weitere folgen.” Morak selbst hat als Staatssekretär diesen
Musikfonds initiiert, um zusammen mit der Musikwirtschaft ein Zeichen
zu setzen. “Ich wünsche mir, dass dieses Zeichen von Musikern und
Komponisten, von der Wirtschaft, den Managern und von den Radios als
Plattformen, die der Musik einen großen Teil ihres Daseins verdanken,
auch so verstanden wird.”
Für Morak haben österreichische Musik und österreichische Künstler im
ORF “klaren Heimnachteil: Österreich ist ein Musikland. Das beweisen
täglich unsere Komponisten, unsere Texter, unsere Sänger, unsere
Orchester, Opernhäuser, Chöre, Musikschulen und deren Publikum -
leider nicht der ORF. Denn der schwänzt die Eigenständigkeit und das
Bemühen, die Kreativität und die Arbeitsergebnisse der
österreichischen Texter und Komponisten. Seinen Programmen liegt die
These zu Grunde, Österreich ist kein Musikland, und diesen Nachweis
liefert uns der ORF jeden Tag. Unsere hervorragenden Musik, unsere
begabten Kinder und Jugendlichen - wo werden sie gespielt?”
Als Mediensprecher der ÖVP setzt sich Morak daher dafür ein, dass der
ORF die im Gesetz formulierten Zielbestimmungen des Programmauftrages
ernsthaft umsetzt. Das heißt, dass er in seinen Programmen die
Anteile österreichischen, zeitgenössischen Musikschaffens wesentlich
erhöht. “Die Qualität und die Quantität der österreichischen Musik
sind ausreichend vorhanden, sie muss nur gespielt werden.”













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