Utl.: ÖVP-Kultur- und Mediensprecher: Jede Form von Populismus trifft
      irgendwann auf die Wirklichkeit
   Wien (ÖVP-PK) - Die heutige Dringliche Anfrage des BZÖ an
Bundeskanzler Alfred Gusenbauer nahm ÖVP-Kultur- und Mediensprecher
Franz Morak heute, Freitag, zum Anlass, sich im Plenum des
Nationalrates Gedanken darüber zu machen, wie die Opposition mit der
Wirklichkeit umgeht und wie man in einer medialisierten Welt
Opposition betreibt.

“Es geht bei der Opposition natürlich vor allem darum, wie man bei
den Medien Aufmerksamkeit erregt. Dieses Match zwischen Seriosität
und Skandalisierung führt zur Lösung der Frage: Wie schwänze ich
schlagzeilenträchtig den Sachbezug?”, so Morak. In diesem Sinne
werden jede Stellung zur “Unterstellung”, jeder Griff zum
“Untergriff”, Verträge würden zu “Schandverträgen”, das Ende eines
Ausschusses werde “abgewürgt”, Klimaveränderung zur “sozialen Kälte”,
Behörden mutieren zu “Metternich-Behörden” und jeder Betriebsunfall
werden zum “totalen Desaster” hochgeschraubt.

“Die SPÖ hat nun selbst nach sieben Jahren fundamentaler
Oppositionsrolle auf der Regierungsbank Platz genommen. Und
Bundeskanzler Gusenbauer hat sich die Latte, an der er nun gemessen
wird, selbst gelegt”, sagte Morak. “Je greller man agiert, desto
schmerzhafter wird die Rückbesinnung. Je höher der Baum, den man
besteigt, desto weiter der Weg der Rückkehr.”

Jenseits der Aufgeregtheit bleibe bei nüchterner Betrachtung aber
auch eine durchaus gute Bilanz, fuhr Morak fort. “Und damit meine ich
nicht nur, dass wir einen neuen Operndireketor bekommen. Sondern es
gibt auch ein Demokratiepaket, ein Infrastrukturpaket mit elf
Milliarden Euro, Stipendienerhöhungen, Mindestpensionen und vieles
mehr. Die Lehre daraus: irgendwann trifft jede Form von Populismus
auf die Wirklichkeit. Populismus ist steuerbar, die Wirklichkeit ein
wenig weniger. Daher: machen wir uns an die Arbeit, tun wir’s
einfach”, schloss Morak.

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