Morak: Direktorensuche als Beauty-Contest am Boulevard
18. April 2007
Utl.: Keine Stellungnahme bei laufenden Ausschreibungsverfahren
Wien, 18. April 2007 (ÖVP-PK) Anlässlich des gestrigen
Interviews von Bildungsministerin Schmied in der ZIB 1 über den
Stand der Bewerbungen zur Ausschreibung der künstlerischen Leitung
der Wiener Staatsoper, stellt ÖVP-Kultursprecher Franz Morak mit
großer Befremdung fest: Von Anfang an war diese Ausschreibung von
Kommentaren und Stellungnahmen von höchster Stelle gepflastert. Man
ruft in den Blätterwald’ und beobachtet das Erregungspotenzial.
Das ist Beauty-Contest am Boulevard und keine seriöse
Direktorensuche.
Das Interview von Schmied reihe sich in dieses unprofessionelle
Verhalten ein. Während des laufenden Ausschreibungsverfahrens
offiziell bekanntzugeben, wie viele Bewerbungen eingelangt sind,
ist nicht nur politisch höchst unsensibel, sondern vor allem für
die Entscheidungsfindung nicht hilfreich. Das ist eine
Aufforderung, sich nicht zu bewerben weil eh schon alles ausgemacht
scheint. Wer will denn da noch dabei sein, so Morak.
Es sei inakzeptabel, vor Ablauf des Ausschreibungsverfahrens
konkrete Stellungnahmen abzugeben. Morak fordert Schmied auf, in
dieser Causa mehr Professionalität und Sensibilität zu zeigen und
die Ausschreibung nicht weiter zu präjudizieren. Selbst im
Bankenbereich ist das keine übliche Vorgangsweise. Sollte eine von
den genannten Personen tatsächlich Direktor werden, tut man dieser
einen Bärendienst, betont Morak abschließend.













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